Fol. 148: Schreiben von Johannes W. F. Reimers wohl an Friedrich von Duhn
Schenkung von 22 Objekten an das Archäologische Institut der Universität Heidelberg, vermittelt durch Rudolf Pagenstecher – Hamburg, 27.12.1909
Das Schreiben bezieht sich vermutlich auf die in Fol. 136–137 gelisteten Objekte.
2 Seiten A4, erste Seite mit gedrucktem Briefkopf:
“[links] Johannes W. F. Reimers.
[rechts] Hamburg 5, den 27/12 1909.
an der Alster 45.”
In Kurrentschrift mit feiner Feder und schwarzer Tinte geschrieben.
Auf der ersten Seite findet sich unterhalb des Briefkopfes mit einem Stift handschriftlich von anderer Hand eingetragen die Zahl „68“. Faltungsknick quer verlaufend in der Mitte. Unterstreichung mit verblasstem rötlichem Stift unter „Rudolf Pagenstecher ausgewählten Dubletten“.
Die zweite Seite ist rechts parallel zum Seitenrand zu ca. 1/10 vergilbt. Weiter zur Mitte zwei parallele, schräg längs verlaufende Knicke. An der Grenze zum unteren Drittel verläuft quer ein gerader Einriss, etwa 1/5 der Breite des Blattes. Weiter unten minimaler Ausriss am rechten Rand. Ca. das untere Achtel des Blattes ist, nach oben gerade quer begrenzt, rötlich braun verfärbt.
[Seite 1]
Sehr geehrter Herr Geheimrat!
In Folge der Festtage komme ich leider erst
heute dazu, Ihnen für Ihr liebenswürdiges Schreiben
vom 23 v[or]h[e]r[igen] M[ona]ts meinen verbindlichsten Dank
zu sagen.-
Es freut mich sehr, wenn ich Ihnen mit
den von unserem lieben Rudolf Pagenstecher
ausgewählten Dubletten dienen kann. Solche
stammen aus mehreren en bloc Ankäufen,
sodaß die Einstandspreise schwer zu bestimmen
sind. Auch widerstrebt meinen Gefühlen ein
derartiger, geschäftsmäßiger Verkauf im Hinblick
auf meine Hochachtung für Sie und meine Freund-
schaft für Pagenstecher. Ich erlaube mir daher,
die 22 Stücke in den nächsten Tagen an Ihr Institut
abzusenden und Sie zu bitten, die Sachen
[Seite 2]
freundlichst als Dedikation entgegennehmen
zu wollen, hoffend daß sie gut bei Ihnen ein-
treffen und Ihnen für Ihre Zwecke genehm und
und nützlich sind.-
Sollten gelegentlich Publikationen Ihres
Instituts erscheinen, so würde ich mich natürlich
sehr über gütige Zusendung derselben freuen.
Eine besondere Freude aber würde es mir sein,
wenn Ihr Weg Sie bald mal hierher führte und
ich Ihnen dann meine Sammlung persönlich
zeigen dürfte.-
Mit aufrichtigsten Grüßen
verbleibe ich
Ihr ergebener
Johannes W. F. Reimers
Transkription angefertigt von Rainer Eickhoff
Redaktion: Beate Mitko, Dustin Hoferichter, Polly Lohmann
Hochauflösender Scan der Universitätsbibliothek Heidelberg

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Polly Lohmann (8. Mai 2022). Fol. 148: Schreiben von Johannes W. F. Reimers wohl an Friedrich von Duhn. Objekt & Provenienz. Abgerufen am 10. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/sm41



