Fol. 120–122: Schreiben im Auftrag Theodor Stützels an die Direktion des Archäologischen Museums der Universität Heidelberg
Information über den Transport der eisenzeitlichen Funde aus 18 Gräbern bei Bellinzona (Schenkung von Theodor Stützel) – München, 25.11.1903
Vor Annahme der Schenkung (Fol. 123) hatte man in Baden zwei Gutachten eingeholt (Fol. 116–117. 118).
1 Blatt A4, S. 1 beschrieben. Tinte, schwarz. Kurrentschrift. Auf S. 1 rechts unten Stempel „Theodor Stützel“ mit blauer Tinte; links neben dem Stempel ein Zeichen, das möglicherweise ein stilisiertes F darstellt. Rechts unterhalb des Stempels Unterschrift des Schreibenden / Kürzel (?). Dazu gehört der zeichnerische Plan des Gräberfeldes (Fol. 121–122).
München, 25. November 1903
An die
sehr verehrl[iche]
Direktion des
Archäologischen Museums der
Großherzoglich Badischen Universität
Heidelberg.
Hierdurch beehre ich mich
Ihnen die ergebene Mitteilung zu machen,
daß ich im Auftrage unseres Chefs, Herrn
Geheimen Hofrath Theodor Stützel, welcher sich
z[ur] Z[ei]t auf Reisen befindet, heute durch die
Bahn aus dessen Sammlungen 2 Kisten
an Sie befördert habe, deren Empfang nach
Eintreffen Sie mir gütigst bestätigen wollen.
Es sind darin auf 18
Tafeln die sämmtlichen Gegenstände, der
in den 18 Gräbern gefundenen Beigaben
enthalten, während in der anderen Kiste
die dazu gehörigen roh geformten & unbe-
malten Tongefäße verpackt sind; den Aus-
grabungsplan finden Sie in dem betreffen-
den Akt des Ministeriums, ebenso die beiden
Gutachten.
Das weiße Sammtgestell
ist bestimmt, die Beinschiene zu tragen; im
Übrigen finden Sie beim Auspacken jeweils
den einzelnen Objekten beigelegte Zettel mit
näheren Notizen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
ergebenster
THEODOR STÜTZEL.
F[?] tProll [?]
Transkription angefertigt von Rainer Eickhoff
Redaktion: Mehtap Sünter, Polly Lohmann
Hochauflösender Scan der Universitätsbibliothek Heidelberg



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Polly Lohmann (30. Juni 2021). Fol. 120–122: Schreiben im Auftrag Theodor Stützels an die Direktion des Archäologischen Museums der Universität Heidelberg. Objekt & Provenienz. Abgerufen am 10. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/sm32



